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Sevdah und die Würdigung „schrankenlosen Sentiments“

Sevdah ist eine ganz außergewöhnliche, reiche südosteuropäische Kunstform. Nicht allein aufgrund der jüngsten internationalen Auszeichnungen Damir Imamovićs hat sich Sevdah eine ausführliche Würdigung verdient. Eine genauere Betrachtung der Sevdah kann auch einen Beitrag zu aktuellen Diskussionen über Kultur im Kontext identitärer Inanspruchnahme und identitätspolitischer Diskurse liefern — und hoffentlich gewinnbringend ergänzen.

Vorbemerkung: Dieser Text entstand als Erweiterung aus einem Blogpost über Sevdah, Sevdalinka und den Sarajevoer Künstler Damir Imamović auf der Homepage des Autors Inkubator Metamorφ. Zu einem Essay erheblich erweitert war er bisher Leser:innen der Südosteuropa Mitteilungen 5 (2020) der Südosteuropa-Gesellschaft vorbehalten. Dort war er als Kultur-Essay vor fast genau einem Jahr erschienen, und zwar unter dem Titel Über die Sevdah, den bosnischen Künstler Damir Imamović und die Würdigung „schrankenlosen Sentiments“, der hier ein wenig abgekürzt wurde. In den folgenden Abschnitten kann die (weitestgehend unveränderte) Einleitung gelesen, sowie im Anschluss der gesamte Essay als PDF heruntergeladen werden. Der Autor hält den Beitrag für passend, weil hier noch in anderen Zusammenhängen — und aus der Feder mindestens einer anderen Autorin — über Sevdah und Sevdalinke zu lesen sein wird. Auch im Projekt Hermannova ist die Sevdah ein beachtenswertes Phänomen: neben dem urbanen, kosmopolitischen Berlin-Neukölln geht es dort auch um das rurale, multiethnische, bosnische Krivajatal. In den dortigen Traditionen und Alltagspraktiken kommt es neben dem eher abgetrennten, kulturellen Nebeneinander auch zu zahlreichen Zusammenflüssen, Synkretismen und ‚Hybridität‘. Letztere ist auch das Hauptmerkmal von Sevdah, weshalb der Autor sie auch als das bosnische Genre schlechthin bezeichnen würde. Auch die „Lieder der Kafana“ (kafanske pjesme) laden zu weiteren Beiträgen ein, worüber hoffentlich noch zu schreiben und lesen sein wird; die Schnittmenge der Kafana-Lieder mit den Sevdalinke sowie mit der Romska Muzika (der Musik der Roma) wird in diesem Essay zwar angesprochen, verdient aber zweifellos weitere Vertiefung. Vor dem PDF-Link ganz unten in diesem Beitrag fügen wir im Folgenden den Einleitungstext ein. Der besondere Dank des Autors gilt Damir Imamović, dessen öffentliche Lesung über die zehn meist verbreiteten Irrtümer über Sevdah (s. Beitrag) zentral für diesen Essay war.

Einleitung

Nach der pandemiebedingten Flaute im Kulturbetrieb bot sich im Sommer 2020 ein erfreulicher Anlass, eine Hommage an ein Kunstgenre aus dem ehemaligen Jugoslawien zu verfassen: Der Sevdah ­Interpret Damir Imamović aus Sarajevo wurde vom Preis der deutschen Schallplattenkritik als bester Künstler in der Kategorie Traditionelle ethnische Musik ausgezeichnet.[1] Die Jury begründete die Prämierung Damir Imamovićs auf ihrer Homepage mit der folgenden, knappen Würdigung und Charakterisierung des Sängers und des Genres:

„Die Geschichten, im epischen Ton, erzählen von Liebe, Schmerz und einer unstillbaren Sehnsucht, ,Sevdah genannt‘“. Typisch für Bosnien und Herzegowina sind die Einfärbungen von Roma­ Musikern und sephardischen Juden, zuweilen in ladinischer Sprache – der Rabbi von Sarajewo gab seinen Segen. Vor allem typisch aber ist das schrankenlose Sentiment, das der Sänger Damir Imamović aus alten Zeiten heraufbeschwört, als das städtische Leben jahrhundertelang osmanisch geprägt war. Ein instrumentales Gewand, filigran gewebt aus den Linien von Violine und Jazz­ Bass, Kemenche (Kastenhalslaute) und Tambur – ein Klangbild, für das einer der namhaftesten Produzenten der balkanisch getönten Weltmusik verantwortlich zeichnet: Joe Boyd.[2]

Bildquelle: freundliche Bereitstellung durch den Preis der Deutschen Schallplattenkritik e.V.

Die beiden im ehemaligen Jugoslawien verwendeten Begriffe „Sevdah“ und „Sevdalinka“ bezeichnen ein Musikgenre (Sevdah) und eine Liedform (Sevdalinka). Durch die etymologische Herkunft der Begriffe aus der osmanisch­-türkischen beziehungsweise der arabischen Sprache, aber auch durch die Instrumentenwahl, den Klang, das Tonsystem, die Texte sowie die Sprachen, Namen und Herkünfte der InterpretInnen, erzählt und singt die Sevdah von einer durch und durch verwobenen, europäisch­mediterran­-nahöstlichen Kulturgeschichte. Dabei erstreckt sich diese Verwobenheit nicht nur vom spätmittelalterlichen Andalusien der Reconquista über den osmanischen Balkan, die Levante und das sozialistische Jugoslawien in den Kulturbetrieb der Gegenwart, sondern sogar bis hinein in die deutschsprachige Literatur des 19. Jahrhunderts.

Damir Imamović ist in der deutschsprachigen und internationalen Öffentlichkeit kein völlig Unbekannter. Wie seiner Homepage zu entnehmen ist, tourt er seit seinem Karrierebeginn 2005 nicht nur durch Bosnien und Herzegowina und dessen Nachbarländer, sondern auch durch die USA, Skandinavien, Deutschland, die Schweiz, die Türkei, Mexiko und zahlreiche weitere Länder.[3] In Deutschland war er im August 2018 mit einem Soloauftritt zu Gast auf dem Queer East Festival des Literarischen Colloquiums Berlin,[4] wo er nicht nur in der post­jugoslawischen Diaspora auf ein begeistertes Publikum stieß. In den vorangegangenen Jahren war er sowohl als Solist als auch in wechselnden Formationen aufgetreten: Mit seiner Band Damir Imamović Sevdah Takht (mit Nenad Kovačević, Ivan Mihajlović und Ivana Đurić), als Damir Imamović Trio (mit Edvin Hadžić und Vanja Radoja), im Quartett Xenophonia 4tet (mit Bojan Z, Eric Vloeimans und Bachar Khalife) oder zusammen mit der 2016 verstorbenen Musikerin Jadranka Stojaković in Japan. Dorthin pflegte Stojaković enge Verbindungen, da ihre Karriere dort ihren Höhepunkt genommen hatte. Zuletzt hat Imamović mit dem amerikanischen Kontrabassisten Greg Cohen, dem türkischen Kemençe­ Spieler Derya Türkan und der bosnischen Violinistin Ivana Đurić ein neues Quartett gebildet.[5]

Doch nicht nur Damir Imamović hat der Sevdah zu einer größeren Bekanntheit auf internationalem Parkett verholfen. Seit Ende der 1990er und verstärkt ab Mitte der 2000er Jahre hat sich die gesamte bosnische Sevdah­-Szene als ein äußerst kreatives Feld mit international gut vernetzten KünstlerInnen entwickelt. Über die Sängerin Amira Medunjanin, ebenfalls aus Sarajevo, hat zum Beispiel der britische Guardian mehrfach berichtet, nachdem sie unter anderem in London aufgetreten war. Dort wurde ihr Erfolg 2007 mit Mariza, der erfolgreichen, portugiesischen Neuinterpretin des Fado, verglichen; auch von einer „bosnischen Billie Holiday“ war die Rede.[6] Die Tatsache, dass ihr Album „Silk & Stone“ vom berühmten serbischen Jazzpianisten Bojan Zulfikarpašić (aka Bojan Z) produziert wurde, dürfte dem Erfolg ihrer Ausnahmestimme weiterhin zuträglich gewesen sein. Ein anderes, mittlerweile sehr bekanntes Gesicht ist der aus Ostbosnien kommende, queere Beau Božo Vrećo, der seine Karriere mit der Band Halka begann und als schillernder Solist fortsetzte.[7]

In Bosnien und der restlichen „Jugosphäre“ – als solche hat der Journalist und Autor Tim Judah die schwer aus der Welt zu schaffenden Gemeinsamkeiten und Verwobenheiten des post­jugoslawischen Raums sehr treffend bezeichnet[8] – wird in den letzten zwei Jahrzehnten viel über Sevdah geforscht und publiziert. Nicht zuletzt Damir Imamović selbst erforscht und lehrt die Geschichte dieser alten, aber gleichzeitig innovativen und produktiven Kunstform. Zur Vertiefung der Sevdah­Forschung hat er das sogenannte SevdahLab ins Leben gerufen.[9] In diesem Rahmen hat er nicht nur die Ausstellung „Sevdah, die Kunst der Freiheit“ (Sevdah, umjetnost slobode) organisiert, sondern veranstaltet regelmäßig Workshops und Vorlesungen zu den geschichtlichen und musikwissenschaftlichen Hintergründen der Sevdah.

Ebenfalls auf bosnischer Sprache hat Semir Vranić seit 2007 das wahrscheinlich umfangreichste, digitale Sevdah­-Archiv mit Primär­ und Sekundärliteratur zusammengetragen.[10] Auf englischer Sprache ist 2014 auf dem Internetportal „Balkanist“ ein ausführlicher, dreiteiliger journalistischer Beitrag von Alfred Kueppers erschienen, in dem der Autor den musikalischen, historischen und zeitgenössischen Hintergründen der Sevdah nachgeht und auch Damir Imamović porträtiert.[11] Daneben sind einige kulturwissenschaftliche Artikel über die Bedeutung von Geschlechterrollen in der Sevdah entstanden, die sich auch mit geschichtlichen Zusammenhängen befassen, auf die am Ende des Hauptteils dieses Beitrags noch zurückzukommen sein wird.[12] Auf deutscher Sprache gibt es die Website Sevdalinka, wo sich unter anderem weiterführende Links und Literaturangaben zu Arbeiten und Artikeln über die Sevdah befinden, aber auch eine Aufstellung der „Doyens“ und „Doyennes“ der Sevdah, wie die InterpretInnen der jugoslawischen Epoche genannt werden, sowie der jüngeren InterpretInnen, zu denen Damir Imamović, Amira Medunjanin, Božo Vrećo und andere gehören.[13] Aktuelle literatur­ oder kulturwissenschaftliche Publikationen zur Sevdah im deutschsprachigen Raum bleiben bisher weiterhin ein Desiderat der Forschung.

Die Sevdah als eine ganz außergewöhnliche, reiche südosteuropäische Kunstform hat sich nicht allein aufgrund der jüngsten Auszeichnung Damir Imamovićs mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik eine ausführliche Würdigung verdient. Eine genauere Betrachtung der Sevdah kann auch einen Beitrag zu aktuellen Diskussionen über Kultur im Kontext identitärer Inanspruchnahme und identitätspolitischer Diskurse liefern und hoffentlich gewinnbringend ergänzen. So wird in der aus Nordamerika kommenden Critical Whiteness Bewegung in den letzten Jahren verstärkt das Phänomen der „Cultural Appropriation“ (kulturelle Aneignung) problematisiert. Diese Kritik bezieht sich auf die Annahme beziehungsweise Zurückweisung eines Transfers kultureller Praktiken von einer schwächeren, minoritären Gruppe hin zu einer stärkeren, majoritären Gruppe – wobei Kultur (wenn auch indirekt) als ein greifbarer, vermarkt­- und verhandelbarer Gegenstand begriffen wird. Womöglich ohne es zu beabsichtigen kommt es so zu einer Überlappung mit dem Kulturverständnis von VertreterInnen identitärer Diskurse, von dem die Sevdah nicht unberührt bleibt.

Im Zuge der kulturellen Aneignung profitierten nach Ansicht der ProponentInnen der Cultural Appropriation (aus der Lesart der Critical Whiteness) meistens ausschließlich Angehörige der dominanten Gruppe von der betreffenden kulturellen Praxis, ohne diesen Transfer jedoch der benachteiligten, enteigneten Herkunftskultur anzurechnen. In diesem Sinn haben etwa die Autoren des vom afroamerikanischen Autor Greg Tate herausgegebenen Essay-Bands „Everything but the Burden“ argumentiert, indem sie sich dabei unter anderem auf die verbreitete Praxis nicht­afroamerikanischer Menschen bezogen, Dreadlocks zu tragen: Weiße TrägerInnen von Dreadlocks könnten sich diese gegebenenfalls auch wieder abschneiden, um so dem rassifizierten Stigma zu entgehen, dem AfroamerikanerInnen dagegen dauerhaft ausgesetzt blieben.[14]

Es ist nicht das Anliegen dieses Essays, das Paradigma der kulturellen Aneignung vor dem Hintergrund der Sevdah als verwobener Kulturpraxis ausführlich zu diskutieren oder zu dekonstruieren. Noch weniger sollen damit die Beobachtungen und die Kritik in anderen Kontexten (wie dem nordamerikanischen) in Bausch und Bogen verworfen werden – zumal, wie noch zu sehen sein wird, kulturelle Aneignung sowie Vorwürfe mangelnder Authentizität auch in der Kulturkritik Südosteuropas keine unbekannten Themen sind. Dort beziehen sich diese Debatten jedoch nicht auf die Sevdah, sondern auf andere, kommerziellere Musikgenres, die im ersten Teil dieses Essays knapp charakterisiert werden. Wie zu sehen sein wird, verdankt sich auch die Sevdah selbst einem langen, anhaltenden und kreativen Prozess des kulturellen Austauschs, aus dem heraus sie immer wieder neu entsteht und der immer auch den Aspekt der Aneignung kultureller Praktiken „Anderer“ beinhaltet.[15] Unter den Kulturschaffenden und den besungenen Personen und Themen der Sevdah befinden sich zahlreiche Angehörige ganz unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen, die durchaus als diskriminiert und benachteiligt gelten müssen – wenngleich nicht zu beobachten ist, dass diese Diskriminierung über die Entleihung und „Aneignung“ kultureller Praktiken stattfindet.[16]

Dieser Essay versteht sich nicht als Plädoyer für das Pochen auf Authentizität, die mit einer ethnischen oder rassifizierten Identität verkoppelt wäre – etwa „der Bosniaken“, „der Roma“ oder Anderer – sondern für eine andere Perspektive auf kulturelle Praxis in Differenzgemeinschaften, wo das Zusammenspiel von Unterschieden etwas Neues und Eigenes bildet. Wie auf Grundlage der öffentlichen Vorlesung Damir Imamovićs mit dem Titel „Über die zehn größten Irrtümer über Sevdah“ aus dem Jahr 2013 zu sehen sein wird, geht es den kreativen, produktiven Sevdah­InterpretInnen nicht um die Warnung vor kultureller Aneignung des Anderen oder durch Andere; vielmehr kann Sevdah als fluide und hybride kulturelle Praxis gesehen werden, die das Potenzial hat, durch ihre Uneindeutigkeiten und Hybriditäten ein mehrstimmiges Gegenmomentum zur Konjunktur hermetischer, auftrennender Kulturverständnisse anzubieten, wie sie besonders von neo­populistischen und nativistischen Bewegungen vertreten werden. Auch in dieser Hinsicht können (andere) Erfahrungen aus der Jugosphäre lehrreich sein (…).

Den vollständigen Beitrag weiterlesen über folgenden Button ‚Herunterladen‘:

Empfohlene Zitierweise: Schad, Thomas: Über die Sevdah, den bosnischen Künstler Damir Imamović und die Würdigung „schrankenlosen Sentiments“, in: Südosteuropa Mitteilungen 5/2020 ( = Zeitschrift der Südosteuropa-Gesellschaft), S. 67-84.


Fußnoten

[1] Offizielle Homepage des Preises der Deutschen Schallplattenkritik, Kategorie Traditionelle ethnische Musik, https://www.schallplattenkritik.de/bestenlisten?y=2020&c=16 (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

[2] Ebd.

[3] Offizielle Homepage von Damir Imamović, http://damirimamovic.com/performances (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

[4] Offizielle Homepage des Literarischen Colloquiums Berlin (Queer*East), https://lcb.de/programm/queereast­2/

[5] Offizielle Homepage von Damir Imamović, http://damirimamovic.com/bands (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

[6] Garth Cartwright, We Were All close to Going Crazy, in: The Guardian, https://www.theguardian.com/music/2007/may/24/classicalmusicandopera.worldmusic (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

[7] Tea Hadžiristić, Queering Sevdah with Božo Vrećo, in: Balkanist, http://balkanist.net/queering­sevdah­with­bozo­vreco/ vom 13.04.2015 (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

[8] Tim Judah, Good News from the Western Balkans: Yugoslavia is Dead. Long Live the Yugosphere, in: LSEE Papers on South Eastern Europe, 2009, https://www.lse.ac.uk/LSEE­Research­on­South­Eastern­Europe/Assets/Documents/Publications/Paper­Series­on­SEE/Yugosphere.pdf (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

[9] Offizielle Homepage von Damir Imamović, http://damirimamovic.com/sevdahlab (zuletzt abgerufen am 09.11.2020).

[10] Offizielle Homepage von Semir Vranić, http://www.sevdalinke.com/ (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

[11] Alfred Kueppers, The Story of Sevdalinke, Part I: The Saz, in: Balkanist, 02.09.2014, http://balkanist.net/story­sevdalinke­part­i­saz/ (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

[12] Tea Hadžiristić, a.a.O. sowie Milorad Kapetanović, A što ćemo ljubav kriti: Jugoslovensko muzičko naslijeđe i postjugoslovenski kvir (Und warum sollten wir unsere Liebe verbergen: Das jugoslawische musikalische Erbe und das jugoslawische Queer), in: Jelisaveta Blagojević / Olga Dimitrijević (Hrsg.), Među nama. Neispričane priče gej i lezbejskih života (Unter uns. Unerzählte Geschichten schwuler und lesbischer Lebensläufe), Belgrad: Hartefakt 2014, S. 238–250.

[13] Offizielle Homepage von Sevdalinka Info, https://sevdalinka.info/ (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

[14] Greg Tate (Hrsg.), Everything but the Burden, New York: Broadway 2013.

[15] Als Gegenstimme zur kulturellen Aneignung im o.g. Sinn vgl. Josef Joffe, Zeitgeist/Kulturelle Aneignung: Wem gehört’s?, in: Die Zeit Nr. 2 (2017), https://www.zeit.de/2017/02/kulturelle­aneignung­identitaetnordkorea­zeitgeist (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

[16] In diesem Sinn argumentiert auch der nigerianisch­britische Autor Ralph Leonard, der vor unangebrachter Übertragung des Paradigmas auf alle möglichen Kulturphänomene warnt: Ralph Leonard, Stop Apologising for Cultural Appropriation: Politically Correct Crusades Undermine All That’s Valuable in a Diverse Society, in: UnHerd, https://unherd.com/2020/07/cultural­appropriation­is­progressive­andanti­racist/ (zuletzt abgerufen 09.11.2020).

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