Heute vor 30 Jahren begann der Angriffskrieg auf Bosnien-Herzegowina, einer der verheerendsten Kriege in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Krieg, der hunderttausende Opfer forderte, der Millionen Vertriebene zählte, der mit dem Genozid in Srebrenica seine traurige Krönung fand. Und das alles im Herzen Europas.

Heute vor 30 Jahren begann der Angriffskrieg auf Bosnien-Herzegowina, einer der gravierendsten Kriege in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Krieg, der hunderttausende Opfer forderte, der Millionen Vertriebene zählte, der mit dem Genozid in Srebrenica seine traurige Krönung fand. Und das alles im Herzen Europas. Wie Abdulah Sidran sagte: „Nema nije naša prošlost prošla“ (unsere Vergangenheit ist nicht vergangen). Die Traumata des Krieges wurden und sind nicht aufgearbeitet, sie werden weitergetragen, vererbt. Einer Erinnerungskultur muss Raum gewährt werden, damit dieser Krieg, wenn er nicht aufgearbeitet, doch wenigstens verarbeitet werden kann.
Anlässlich dieses Tages finden heute und morgen unterschiedliche Veranstaltungen in Berlin statt:
- 6. April 14–18:30 Bosnien-Forum 2022: 30 Jahre nach Beginn des Krieges. Eine Zeitenwende auch für Bosnien-Herzegowina?
- 6. bis 30. April 2022 die Ausstellung von Historijski Muzej Sarajevo (das Historische Museum Sarajevo) Wake Up, Europe!
- 7. April, 18–20 Uhr, hybride Paneldiskussion Bosnien 1992 – Ukraine 2022: Zivilgesellschaftliche Antworten auf den Krieg, bei der Bosnien in Berlin von Thomas Schad (Moderator) und Emina Haye (Diskutantin) vertreten wird.
Bosnien in Berlin wird in den kommenden Tagen über die einzelnen Veranstaltungen berichten.
[Coverbild: Emina Haye, Bosnien-Herzegowina 2017]
